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  • Antworten auf häufig gestellte Fragen zur LRTL

1. Was ist eine Lernende Region?

Die LRTL ist eine von 75 Lernenden Regionen in Deutschland, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert werden. Ihre Aufgabe besteht darin, möglichst vielen Menschen lebenslanges Lernen zu erleichtern, und zwar insbesondere durch bessere Rahmenbedingungen: attraktive Angebote, Beratung und einfachen Überblick über die Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Maßgeblich sind der regionale Bedarf und die regionalen Kräfte.

2. Wie ist die LRTL entstanden?

Ausgangspunkt war das Lernfest im Kloster Benediktbeuern mit seinen vielfältigen innovativen Bildungsangeboten unter dem Motto "Lernen mit Freude bringt Vorsprung durch Können" und "Erlebt. Erlernt". Das Lernfest am 31. Mai 2008 wurde von der Marketinginitiative (Deutschland - Land der Ideen", die von der Bundesregierung und der Wirtschaft getragen wird, als "Ort der Ideen" ausgezeichnet. Im Drei Jahre nach dem ersten Lernfest begann im Jahre 2001 die einjährige Planungsphase. Daran schloss sich eine sechsjährige Pilot- und Umsetzungsphase an, in denen die LRTL vom BMBF und ESF kofinanziert wurde.

3. Was unterscheidet die LRTL von Bildungseinrichtungen wie einer Volkshochschule?

Die LRTL ist keine einzelne Bildungsinstitution, sondern ein kooperativer Verbund, in dem Volkshochschulen und andere Bildungsanbieter, Schulen und Hochschulen, aber auch ausbildende Betriebe und Sozialeinrichtungen sowie öffentliche Stellen zusammenarbeiten. Ziel dieser Öffentlich-privaten Entwicklungspartnerschaft ist es, Gemeinschaftsaufgaben im Bereich Bildung anzupacken. Ein Beispiel ist die Ausbildungsoffensive "Mit Mut in die Zukunft", um zusammen mit allen maßgeblichen Kräften aus Familie, Schule, Wirtschaft und Kommune Jugendliche am Übergang von der Schule in den Beruf zu fördern. Ein weiteres Beispiel ist die "Kommunale Kooperation" mit der Stadt Geretsried. Diese Zusammenarbeit bündelt Kräfte, fördert den Erfahrungsaustausch, erleichtert den Zugang zu Ressourcen und entwickelt Pilotprojekte nach neuesten Erkenntnissen. Sie orientiert sich vorzugsweise am Bedarf, der sich an Lebens- und Lernübergängen ergibt:

     >> Schule/Beruf (Orientierungshilfe für die weitere Ausbildung),
     >> Familie/Beruf (Eintritt in die Elternzeit und Rückkehr in den Beruf),
     >> Erwerbsleben/Ruhestand (Orientierungshilfe für einen aktiven Ruhestand)
     >> (Re-)Integration in Bildung und Beruf (Beratung und Training für Menschen, die dem normalen             Bildungs- und Berufsstress noch nicht gewachsen sind)
     >> Persönliche und berufliche Orientierung mit Eignungstests und Beratung
.

4. Welche Rolle spielt dabei das von der LRTL erstellte E-Book "Regionale     Ausbildungsoffensive"?

Bei diesem Leitfaden handelt es sich um ein interaktiv nutzbares Arbeitsbuch, das Interessenten kostenfrei unter http://www.lrtl.de/transfer.php herunterladen können. Das E-Book mit fast 50 interaktiv bearbeitbaren Arbeitsblättern, Checklisten und Formularen umfasst 6 Bausteine:

     >> Koordination der Ausbildungsoffensive
     >> Marketing und Veranstaltungen
     >> NetzWerkstatt
     >> J.o.b.-Kompass
     >> T.o.p.-Programm zur Berufsorientierung aus einem Guss
     >> St.a.r.K.-Programm für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf

5. Wer steckt hinter der LRTL?

Das Netzwerk wird von der LRTL gemeinnützige GmbH in Bad Tölz koordiniert. Geschäftsführer ist Jochen Pelz. Die Gesellschafter sind namhafte Unternehmen aus dem Landkreis, darunter Burgmann, Lug, Rudolf Chemie, Systemhaus RCE und Tyczka, sowie als wichtige Projektpartner das Kreisbildungswerk und die Jugendbildungsstätte Königsdorf, die Gemeinnützige Trainings- und Therapie GmbH (GTG) für den Gemeindepsychiatrischen Verbund (GPV), die geva Gesellschaft für Evaluation und Verhaltensanalyse mbH sowie das Systemhaus RCE. Die LRTL gGmbH arbeitet eng mit dem Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen und dem Kloster Benediktbeuern sowie den Städten Bad Tölz und Geretsried zusammen.

6. Wie geht es nach dem Auslaufen der Förderung weiter?

Seit 1. Oktober 2008 arbeitet die LRTL ohne Fördermittel und finanziert ihre Aktivitäten aus Aufträgen von Unternehmen für Tagungen und Trainings sowie von Kommunen, insbesondere durch Beratung und Begleitung beim Aufbau und der Weiterentwicklung von Netzwerken von Kommunalverwaltung und privaten Initiativen zur Lösung von Gemein-schaftsaufgaben (vgl. E-Book).

Kontakt:
Lernende Region Tölzer Land gGmbH
Prof.-Max-Lange-Platz 14
83646 Bad Tölz
Tel: 08041/7993740
Fax: 08041/7993742

Web: www.lrtl.de